Elektronische Patientenakte (ePA)

Welche Medikamente nimmt ein Patient, welche Vorerkrankungen hat er, wie sind seine Blutwerte, wie verliefen frühere Behandlungen? Viele dieser Informationen über unsere Gesundheit stehen in den Aktenordnern der Arztpraxen. Gehen wir dann zu einem anderen Arzt, liegen viele dieser Informationen über uns nicht vor und Untersuchungen müssen wiederholt werden. Damit soll demnächst Schluss sein.

Ein Digitalisierungsprojekt im deutschen Gesundheitswesen

Anfang Januar 2021 startete das wahrscheinlich größte Digitalisierungsprojekt im deutschen Gesundheitswesen, die elektronische Patientenakte (ePA). Nachdem 2021 zunächst nur ein erweiterter Feldtest mit ca. 200 ausgewählten Arztpraxen stattfand, erfolgt seit Anfang 2022 die Ausweitung auf die mehr als 200.000 Erbringer von Leistungen. Wir rechnen aktuell damit, dass ab etwa September 2022 nochmals zahlreiche weitere Leistungserbringer daran teilnehmen können.

Wenn die ePA dann flächendeckend genutzt werden kann, soll neben Befunden und Röntgenbildern ab diesem Jahr auch Impfausweise oder das Zahn-Bonusheft enthalten sein. Dabei legen die Patienten fest, welche Daten gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf. Bis dahin wird es noch eine Weile dauern. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Wer sich bereits jetzt umfassender informieren möchte, findet hier und auf den folgenden Seiten weitere Details zur ePA.

Eine illustrierte Anleitung wie Sie die elektronische Patientenakte einrichten können haben wir ebenfalls hier für Sie bereitgestellt.

Zur "Schritt für Schritt"-Anleitung für die Einrichtung der ePA.

Informationen zur elektronische Patientenakte

In unseren drei Videos haben wir für Sie Informationen zur elektronische Patientenakte leicht verständlich aufbereitet. Zum Start im Januar 2021 stehen allerdings noch nicht alle vorgestellten Funktionen zur Verfügung.

  • Video 1: Was ist die ePA?
  • Video 2: Die ePA und der Datenschutz
  • Video 3: Einrichtung der ePA

Was ist die ePA?

Einrichtung der ePA

Die ePA und der Datenschutz

 

Hinweis:

Die drei Videos können auch auf der Plattform YouTube aufgerufen und wiedergegeben werden. Sobald Sie die Videos dort aufrufen, werden Daten zwischen YouTube und Ihrem Browser ausgetauscht. Rufen Sie die Videos daher nur dort auf, wenn Sie mit dem Abspielen auf YouTube und den dort geltenden Datenschutzbestimmungen einverstanden sind.


Wie funktioniert die ePA in der Arztpraxis?

Damit Ihnen ein Arzt oder ein anderer Leistungerbringer Daten in die ePA übermitteln kann, müssen Sie den Arzt in Ihrer ePA-App dazu berechtigen. Eine Berechtigung einzelner Leistungserbringer, also z. B. eines einzelnen Arztes innerhalb einer Arztpraxis, ist leider nicht möglich.

Für die Erteilung der Berechtigung gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder Sie berechtigen den Arzt über die ePA-App oder Sie nehmen eine sogenannte Adhoc-Berechtigung beim Arzt in der Praxis vor. Der Unterschied ist, dass die Adhoc-Berechtigung durch den Arzt ausgelöst wird (also der Arzt möchte Daten in Ihre ePA übetragen). Bei der Adhoc-Berechtigung müssen Sie als Versicherter mittels Einlesen der eGK sowie Eingabe ihrer PIN den Arzt entsprechend vor Ort genau für diesen einen Übertrag in die ePA berechtigen.

Besser und einfacher ist es aus unserer Sicht, die andere Variante zu nutzen (also Ihren Arzt schon zuvor in ihrer App dazu berechtigen), da durch das Setzen der Berechtigung in der App für diesen Arzt auch ohne Ihre Anwesenheit eine Übertragung durch den Arzt in die ePA möglich wird. Er kann dies dann zum Beispiel auch zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. Ihre PIN und die eGK wird nur benötigt, wenn Sie einem Arzt eine Adhoc-Berechtigung einrichten wollen. Wenn Sie die Berechtigung in der App bereits vor dem Arztbesuch erteilen, kann der Arzt die Daten in die ePa auch ohne Beisein der eGK und PIN in Ihre ePA übertragen.

Sie können die elektronische Patientenakte auch auf Ihrem PC oder Laptop nutzen, wenn Ihnen kein Smartphone zur Verfügung steht. Um Ihre Dokumente am PC zu verwalten oder Berechtigungen zu vergeben, müssen Sie sich einen „epaclient“ auf den Computer laden: Link "epaclient"



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Veröffentlicht am: 05.05.2021 - Zuletzt geändert am: 27.06.2022