Hepatitis B
Hepatitis B (nur bei besonders gefährdeten Personen)
Hepatitis B ist eine Leberentzündung (Gelbsucht), die durch Viren über das Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen wird.
Die Erkrankung: länger dauernde, schwere Leberentzündung, Gelbsucht; Gefahr schwerer Leberschädigung. Vor allem bei infizierten Säuglingen kann die Erkrankung zu fast 90 % chronisch verlaufen (Risiko Leberzirrhose, Leberkrebs). Die höchste Erkrankungsrate liegt bei 15- bis 25-jährigen Jugendlichen, einer Altersgruppe mit hoher sexueller Aktivität. Zu über 50 % wird der Hepatitis-B-Erreger auf diese Weise übertragen. Ansteckung kann aber auch zum Beispiel beim Tätowieren oder Piercing erfolgen. Hepatitis B wird mit der Impfung vollständig verhütet.
Die Impfung: Drei Impfungen in bestimmten Abständen; Auffrischimpfungen erforderlich (nach ärztl. Empfehlung).
Seit 1995 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch- Instituts die Grundimmunisierung im Säuglingsalter. Falls nicht vorhanden, muss dieser Impfschutz bei den gefährdeten 9- bis 17-Jährigen mit dreimaligem Spritzen aufgebaut werden.
