HPV (Gebärmutterhalskrebs)
Am Gebärmutterhals, der den Übergang von der Gebärmutter zur Scheide bildet, können sich bösartige Tumore bilden, bezeichnet als Gebärmutterhalskrebs. Die Zellveränderungen, die die Bildung der Tumore bewirken, finden in der Plattenepitelhaut an der Oberfläche des Muttermundes statt und sind somit bei Untersuchungen besser und vor allen Dingen früher erkennbarer als viele andere Krebsarten.
Ein ,typisches' Alter für diese Erkrankung gibt es nicht. Daher wird diese Untersuchung auch frühzeitig in die gynäkologische Krebsvorsorge mit einbezogen.
Ursachen & Impfschutz
Als Hauptauslöser dieser Erkrankung gelten Viren aus der so genannten Papilloma-Gruppe (HPV). Diese können bei Geschlechtsverkehr übertragen werden und verursachen auch die Entstehung von Feigwarzen im Genitalbereich. Förderlich für die Ausbreitung dieser Erreger ist aber auch eine Schwächung der Imunabwehr der Scheide z. B. durch erhöhten Nikotingebrauch oder vitaminarme Ernährung.
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bewirkt einen Schutz gegen 4 der insgesamt über 200 Papilloma-Viren. Zwei dieser Viren gelten als Auslöser von ca. 65 - 70 % der Gebärmutterhalskrebserkrankungen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich nach wie vor, regelmäßig die Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.
Um einen ausreichenden Impfschutz zu gewährleisten sind 3 Impfungen, die im Abstand von ca. 2 Monaten erfolgen, notwendig. Inwieweit eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist, kann auf Grund fehlender Studien zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau gesagt werden. Bisher wird von einem ausreichenden Schutz für etwa 5 Jahre ausgegangen.
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